Appretur wird Badeanstalt

Der lang gehegte Wunsch der Isnyer Bürger, ein eigenes Stadtbad zu bekommen, kann endlich in Erfüllung gehen.

Wie nun bekannt wurde, sind die Bauingenieure bei den Probebohrungen für die Fundamente an der Stadtmauer am Oberen Graben in einer Tiefe von über 100 m auf heiße Quellen gestoßen.

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Aufgrund der räumlichen Nähe bietet sich hier ein Nutzungskonzept der besonderen Art für die Appretur an: Wo früher Baumwoll- und Leinenstoffe veredelt wurden könnten sich die Isnyer in naher Zukunft im warmen Wasser räkeln und rundherum wie neu geboren fühlen.

Wer denkt da nicht gleich sofort an eine Wellnessoase mit Saunalandschaft, Sole-, Schwefel-, und Ozonbäder. Gerade das Dachgeschoss der Appretur eignet sich hervorragend als überdachte Freiluftzone um die heilklimatisch wertvolle Luft zentrumsnah zu genießen. Berechnungen zufolge, könnte im Außenbereich ganzjährig ein Außenbecken mit angenehmen 33°C warmen Wasser betrieben werden.

Die Aufgabenstellung für die Architekturstudenten der HTWG Konstanz bekommt so eine ganz neue Ausrichtung, wie Professor Josef Lenz ausführt. Im Diebsturm könnte ein Becken zur Abkühlung, ein Klangraum und ein Ort der Stille für Meditation und Innehalten entstehen.

Isny Marketing ist sich sicher, dass diese Idee den Übernachtungszahlen einen starken Auftrieb geben wird. Die Lage der Appretur am Allgäu Trilogie-Wanderweg ist geradezu ideal. Auch die Route für die Gourmetwanderung könnte abgeändert und mit einem Saunagang, Körperpeeling und abschließender Verkostung des Isnyer Tafel-Wassers in der Appretur beendet werden.

Für die Zusammenstellung der Kräuter-Mischungen im Saunabereich haben Isnys Apotheken schon die ersten Rezepte in Arbeit, die aus dem regionalen Anbau von Bio-Kräutern im Allgäu stammen.

Im Gemeinderat war man sichtlich erfreut und antwortete spontan: „wir werden sicher unter den ersten Badegästen sein und der, der nach anstrengenden Gemeinderatssitzungen dort Entspannung und Ruhe finden wird. Gut vorstellbar ist, in diesem Zusammenhang das Leitbild der Stadt neu zu fassen.

Stimmen vom Bürgerbahnhof Leutkirch meinten: „Mit diesem genialen Konzept steht einer erfolgreichen Genossenschaftsgründung nichts mehr im Weg.“

Für die Freunde der Appretur hat sich zum 1. April 2016 eine neue Möglichkeit eröffnet. Sie sind völlig überrascht von dieser anderen Entwicklung und zuversichtlich, dass eine ganz neue Dynamik das Projekt Appretur vorantreiben wird, gemäß ihrem Motto: „ Ein Ort für Alle, getragen von Vielen!“

Dabei sein: https://vbaw.viele-schaffen-mehr.de/Appretur

April…April…April !!!

Leider gibt es in Isny keine heißen Quellen wie in Konstanz, aber die Idee einer Badeanstalt am Stadtgraben ist nicht neu, die gab es immer wieder. Und sie hat ihren Charme. …das war unser Scherz zum 1. April.